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Wenn der Tod keine Privatsache ist. Vom Umgang mit Trauerfällen am Arbeitsplatz

27. September, 10:0028. September, 16:00

Zwei-Tages-Seminar für BetriebsrätInnen, Behindertenvertrauenspersonen, Jugendvertrauenspersonen, Frauenbeauftragte und andere interessierte Mitglieder

Eine Mitarbeiterin Ihrer Abteilung ist tödlich verunglückt. Eine Führungskraft hat sich das Leben genommen. Ein Mitglied Ihres Teams hat einen Todesfall im engsten Familienkreis zu betrauern. Ein Kollege ist mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Die Chefin ist schwer erkrankt, und es ist nicht abzusehen, ob sie überleben wird. All diese Ereignisse schockieren, sie machen sprachlos, betroffen, traurig, und sie verunsichern uns: Wie soll ich den Betroffenen gegenübertreten? Warum bin ich selbst traurig? Und was bedeutet die Erkrankung des Chefs für meine persönliche berufliche Zukunft?
Trauer beansprucht Raum. Dennoch soll die Arbeit weitergehen. In Situationen wie diesen ist es nicht einfach, die passenden Worte zu finden und zur rechten Zeit das Richtige zu tun. Ausgehend von J. William Wordens Modell der Traueraufgaben (“tasks of grief”) und anderen Konzepten, widmen wir uns im Rahmen dieses zweitägigen Seminars unter anderem folgenden Fragen:
Was ist Trauer eigentlich?
Wie äußert sie sich?
Welche Aufgaben hält sie bereit?
Was verändert sich in unserem Team durch den Tod eines Kollegen oder einer Kollegin, eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin?
Wie kann ich unterstützend tätig sein?
Wie verhalten wir uns gegenüber den Angehörigen?
Was sind die Erwartungen an die Organisation?
Worauf muss ich bei meinem Verhalten achten?
Was gilt als „angemessen“?
Soll es eine Betriebsvereinbarung für den Umgang mit Trauerfällen geben, und wie sollte diese aussehen?
Welche arbeits- und sozialrechtlichen Forderungen müssen im Zusammenhang mit Todes- und Trauerfällen am Arbeitsplatz verwirklicht werden?
Welche Konsequenzen kann es für mein Team, mein Unternehmen, meine Organisation haben, wenn Trauer unterdrückt wird?
Wie kann eine Kultur des Trauerns aussehen?
Diesem Workshop-Angebot liegt die Überzeugung zugrunde, dass der bewusste Umgang mit Verlust, Tod und Trauer eine zufriedenstellende Organisationskultur fördert.

Termin:
Mi, 27.09.2017, 10–17 Uhr und
Do, 28.09.2017, 9–16 Uhr

Die Teilnahme ist für vida-Mitglieder kostenlos. Mitglieder anderer Gewerkschaften und Personen, die keiner Gewerkschaft angehören, mögen sich an office@rundumberatung.at wenden.

Details

Beginn:
27. September, 10:00
Ende:
28. September, 16:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

ÖGB-Zentrale Catamaran
Johann-Böhm-Platz 1
Wien, 1020 Österreich

Veranstalter

vida
Webseite:
www.vida.at